Sinalco Presseinformationen

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Thomas Münzer
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Eu´Vend & coffeena: Sinalco - Das Limonaden-Original

Lange bevor amerikanische Softdrinks in Europa Fuß fassen konn­ten, entstand vor über 110 Jahren im sächsischen Radebeul bei Dresden die erste Limonadenmarke des Kontinents. Ein Kauf­mann und ein Naturheilkundler schufen aus heimischen und exoti­schen Früchten ein Getränk, das heute in mehr als 50 Ländern der Welt geschätzt wird: Sinalco.

Am Beginn der Sinalco-Geschichte stehen die Tatkraft und der Einfalls­reichtum von zwei Männern. Der eine, Franz Hartmann, ist erfolgreicher Kaufmann und Getränkefachmann. In seinem Betrieb stellt er Essenzen für Liköre und Branntwein her. Der andere, Friedrich Eduard Bilz, ist als prominenter Vertreter der damaligen Gesundheitsbewegung in einem Atemzug mit Schroth und Kneipp zu nennen. Seine Bücher zur Natur­heilkunde sind populär und sein Sanatorium in Radebeul bei Dresden findet großen Zuspruch.

Aus Veröffentlichungen von Bilz hat Hartmann erfahren, dass Mineral­salze, Fruchtsäuren und sonstige wertvolle Pflanzenstoffe im Obst die Gesundheit fördern und dass Fruchtzucker ein idealer Energiespender ist. Er beschließt, diese guten Eigenschaften in einem Fruchtgetränk zu vereinen. Mit der ersten Rezeptur macht er sich im Jahre 1900 auf nach Sachsen, um sie bei Bilz vorzustellen. Der findet Gefallen an der Idee und bringt sein Expertenwissen ein. In vielen Versuchen wird die ideale Frucht-Kombination entwickelt. Schließlich ist das Getränk fertig, das anfangs unter dem zugkräftigen Namen Bilz vermarktet wird.

Der Kaufmann Hartmann konzentriert sich auf die Produktion der „Bilz-Seele“, auf deren Basis seine Partner, die Getränkehersteller, nach ge­nauen Anweisungen unter Zusatz von Wasser, Kristallzucker und Koh­lensäure das Fruchtsaftgetränk mischen. 

Von Detmold aus startet er 1901 seinen Feldzug für „Bilz-Limetta“. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Produziert man 1902 schon 3 Millionen Liter Bilz-Getränke, so steigt der Absatz 1903 auf 7 und dann 1904 gar auf 25 Millionen Liter.

Der rasche Erfolg weckt Begehrlichkeiten. Wettbewerber im Limona­denmarkt bieten ihre Produkte in fast gleicher Aufmachung und sogar mit ähnlichem Produktnamen an. Außerdem stellt Bilz finanzielle Forde­rungen, die langwierige juristische Auseinandersetzungen befürchten lassen. Franz Hartmann han­delt. Mit einem Preisausschreiben, dem Gewinner winken 100 Goldmark, sucht er einen neuen Namen für die „Bilz-Brause“ und findet ihn, abgeleitet aus dem Lateini­schen „sine alcohole“ (ohne Alkohol): Sinalco. Der Dreisilber wirkt sympathisch, geht leicht über die Zunge und eignet sich auch bestens fürs internationale Geschäft. Deshalb lässt Hartmann diesen Begriff umgehend patentamt­lich eintragen. Wir schreiben das Jahr 1905 und die erste Marke für al­koholfreie Getränke auf dem europäischen Kontinent ist geboren.

Was uns in unseren Tagen als Franchise begegnet, Franz Hartmann praktiziert es bereits vor über 100 Jahren vorbildlich: Zugkräftiger Mar­kenname, einheitliches Erscheinungsbild, beste, stets streng über­wachte Qualität, Richtpreise als Vorgabe, werbliche Unterstützung und perfekte Distribution.

Im Zusammenspiel mit seinen Produktions- und Vertriebspart­nern ge­lingt Hartmann die kontinuierliche Ausweitung des Geschäftes. Grund genug, 1907 die „Franz Hartmann Sinalco Aktiengesellschaft“ zu grün­den, deren Hauptaktionär er bis 1910 bleibt. Nach seinem Aus­scheiden firmiert man als Sinalco AG Detmold. Die Unternehmenslei­tung über­nimmt der junge Carl Vogel, der bereits seit 1908 dem Direkto­rium angehört.

Das Unternehmen entwickelt sich rasant, auch auf inter­nationaler Ebene. Doch der Kriegs­ausbruch 1914 unterbricht zunächst alle hoff­nungsvollen Perspektiven für die Zukunft. Es folgen entbehrungsreiche Jahre. Internationale Ver­bindungen lösen sich. Die so wichtigen Roh­stoffe sind unerreichbar und es fehlt an Mitarbeitern. Nach Kriegsende schafft es Carl Vogel jedoch, das Firmenschiff schnell wieder flott zu machen.

Der nächste Meilenstein in der Sinalco Geschichte ist 1930 die Über­nahme der Aktienmehrheit durch die Dortmunder Hansa Brauerei. 1936 wird Gustav G. Hardorp als Geschäftsführer eingesetzt. Unter seiner Ägide entsteht die typische, individuelle Sinalco Formflasche mit dem roten Punkt, die jahrzehntelang und auch heute wieder ein wichtiges Element der Markenidentität ist.

Der zweite Weltkrieg wirft das Unternehmen erneut zurück. Die Situation scheint hoffnungslos. Es fehlen Rohstoffe, Geschäftsbeziehungen sind unterbrochen, Markenrechte beschlagnahmt, Auslandsunternehmungen enteignet, das Geld ist nichts wert. In den ersten Nachkriegsjahren ver­legt sich die Sinalco AG auf die Produktion von Marmelade und anderen Ausweicherzeugnissen, für die Rohstoffe zugeteilt werden.

Mit dem beginnenden Wirtschaftswunder startet auch Sinalco in eine Phase der boomenden Marken-Konjunktur. Schon im Geschäftsjahr 1950/51 verzeichnet die Sinalco AG den höchsten Umsatz seit Firmen­gründung. 1952 verfügt man über die größten unterirdischen Lager­räume der Branche in Europa. Bis zu 800.000 Liter Grundstoffe und Ex­trakte ruhen in riesigen Steinbottichen, bei einer gesamten Lagerkapa­zität von 3 Millionen Litern.

In den 50er und 60er Jahren hält Sinalco eine dominante Position im Markt der fruchtigen Erfrischungsgetränke. Der Markenname steht als Synonym für die Produktkategorie. Wer Limonade trinken will, bestellt damals ganz selbstverständlich eine Sinalco. Sinalco Cola – anfangs mit „K“ geschrieben - behauptet sich trotz der übermächtigen amerikani­schen Wettbewerber ebenfalls  gut im Markt.

1970 geht die Marke durch den Verkauf des Mehrheitsaktionärs in den Besitz einer Braue­reigruppe über, in deren Portfolio Sinalco fortan eher eine Nebenrolle spielt. Dazu kommt das aggressive Marketing der Mitbe­werber sowie der Verlust bedeutender Leitkonzessionäre unter den Brauereien, die sich nicht mit dem Besitzerwechsel anfreunden können. Andere Konzessionen, vor allem im mittelständischen Bereich, gehen durch Geschäftsaufgabe oder Verkauf verloren. Die Folge: strukturbe­dingte Absatzrückgänge bei Sinalco.

So beginnt Mitte der 70er Jahre eine Durststrecke für die erfolgsver­wöhnte Traditionsmarke. Weitere Eigentümerwechsel führen dazu, dass Investitionen in die Marke und in den Markt unterbleiben. Die Distribu­tion kann der wachsenden Bedeutung des Lebensmittelhandels nicht fol­gen. Zeitweise scheint Sinalco vom Markt fast verschwunden zu sein.

Aber die Marke ist stark und in den Köpfen der Verbraucher fest veran­kert. Branchenkenner sehen gute Chancen, sie aus ihrem Dornröschen­schlaf zu erwecken.

Die Wende zum Bes­seren bringt schließlich die Gewinnung von leis­tungs­fähigen Mi­neralbrunnen als Partner für Sinalco.

Die RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG in Duisburg-Walsum und der Franken Brunnen in Neustadt/Aisch gründen 1994 ge­meinsam die Deutsche Sinalco GmbH Markengetränke & Co. KG und leiten damit den erfolg­reichen Relaunch der Traditionsmarke im organi­sierten Lebensmittel- und Getränkefachgroßhandel ein.

Im Hause Hövelmann war die attraktive Marke schon lange Jahre mit viel Sympathie beobachtet und als ideale Ergänzung des ei­genen, eher regional ausgerichteten, Portfolios einge­schätzt worden. Seit 2001 ge­hört die Deutsche Sinalco vollständig zu dem Duisburger Un­ternehmen. Der be­gonnene Neustart der Marke wird mit gesteigerter Dynamik fortge­setzt.

Das Vertrauen in das Potenzial der Marke und die Bereitschaft hohe Summen in Verpackung, Produktion und Marketing zu investieren, zah­len sich aus. Die Absatzentwicklung spricht für sich. Sinalco wird wieder zu einem bedeutenden Akteur im Erfrischungsgetränkemarkt.

Das liegt auch daran, dass die Marke ihre traditionellen Stärken be­wah­ren konnte und gleichzeitig immer wieder durch neue Ideen jung geblie­ben ist. Der hohe Frucht­gehalt und die Herstellung mit na­türlichem Mine­ralwasser sind unverän­derte Qualitäts­merkmale des Orangenlimonaden-Klassi­kers. Die heu­tige Sortenvielfalt aller­dings ist jün­geren Datums. Denn Sinalco hat mit den veränderten Trinkgewohn­hei­ten Schritt ge­hal­ten.

Das Ergeb­nis sind Cola, Cola-Mix, zitronige Va­rian­ten, die kalo­rienredu­zierten Sinalco-Sorten der ZERO-Range, Bitter Lemon, Sinalco IsoSport, fruchtige Apfelschorle oder die neue Sorte ACE.

Inzwischen gibt es 17 Sinalco-Geschmacksrichtungen in marktgerech­ten Gebinden, von der klassischen Glasflasche für die Gastronomie über PET- Mehrweg- und Einwegflaschen bis zur aktuellen Dose.

In dem deutschen Markenklassiker Sinalco finden Verbraucher und Ab­satzmittler in Handel, Vending und Gastronomie eine willkommene Alternative zum monotonen Softdrinkangebot der Global Player. Als mittelständi­sches Familienunternehmen pflegt Sinalco vertrauensvolle Zusammen­arbeit auf Augenhöhe. Ziel ist es, auf die Wünsche der Kunden zu ach­ten und ihnen maßgeschneiderte Lösungen bereitzustellen. Dazu gehört auch das klare Bekenntnis zur Gebindevielfalt. Dies umfasst die Premix- und Postmix-Varianten des Keg-Systems für den Offenausschank in der Gastronomie ebenso wie die PET-Mehrwegflaschen. Während ein Wettbewerber sich schrittweise aus dem Mehrwegsystem zurückzieht, investiert Sinalco in neue 0,5 Liter Flaschen sowie in neue Kästen für 1 Liter und 0,5 Liter Flaschen. Diese konsequente Kundennähe trägt dazu bei, dass die Sinalco auch im 112. Jahr der Markengeschichte ihren festen Platz im deutschen Softdrinkmarkt hat.