Sinalco Presseinformationen

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Hermann Hövelmann feiert runden Geburtstag (lang)

Hermann Hövelmann feiert am 22. September seinen 80. Geburts­tag. Der geschäftsführende Gesellschafter der Duisburger Geträn­kegruppe Hövelmann hat das Familienunternehmen in mehr als 60-jähriger Tätigkeit zu einem der absatzstärksten Mineralbrunnen­be­triebe in Deutschland ausgebaut.

Das Getränkegeschäft wurde Hermann Hövelmann buchstäblich in die Wiege gelegt. Direkt hinter seinem Geburtszimmer lag der elterliche Be­trieb an der heutigen Dr.-Wilhelm-Roelen-Straße in Walsum. Vater Heinrich führte ihn in zweiter Generation und belieferte Kunden im loka­len Umfeld mit selbst hergestellten alkoholfreien Getränken sowie Bier.

Anfangs war das Firmengelände ein großer Abenteuerspielplatz für Hermann und seinen drei Jahre älteren Bruder Heinrich. Später packten beide schon mit an und nach dem Handelsabitur begann für den
17-jährigen Hermann Hövelmann im elterlichen Betrieb endgültig der Ernst des Lebens. Als er 1952 seine kaufmännische Ausbildung antrat, war das erste Hövelmann Markenprodukt bereits am heimischen Kü­chen­tisch entwickelt und in den Markt eingeführt worden. Das zuckergesüßte Fruchtsaftgetränk „Rheinperle“ punktete mit hohem Fruchtgehalt, traf den Geschmack der Wirtschaftswunderzeit und hatte eine Allein­stellung auf dem regionalen Markt. Der anhaltende Erfolg von Rheinperle in den Folgejahren legte das wirtschaftliche Fundament für die weitere Unter­nehmensentwicklung.

Die Verantwortung der Junioren wuchs, 1958 erhielten sie Einzelprokura, bevor am 1. Januar 1965 mit der Gründung der Rheinperle Ge­tränke OHG der endgültige Generationswechsel vollzo­gen wurde. Mit Fleiß, Durchsetzungsvermögen und Zielstrebigkeit ar­beitete Hermann Hövelmann, der die kaufmännischen Bereiche, Marketing und Vertrieb verantwortete, am Ausbau der Marktstellung. Wie gut dies gelang, be­legt die Tatsache, dass trotz umfassender Mo­dernisierungen bald die Kapa­zitätsgrenzen des angestammten Betriebes erreicht wurden.

Glücklicherweise bot sich die Möglichkeit, einen Steinwurf weit entfernt, an der Römerstraße, ein neues Grundstück zu erwerben. Mit dem Um­zug im Oktober 1969 begann das erfolgreichste Kapitel der Familien- und Firmengeschichte Hövelmann.

Hermann Hövelmann begnügte sich nämlich nicht damit, die gewohnten Geschäfte auf dem rund 10-mal so großen neuen Gelände weiterzufüh­ren. Er hatte eine Idee, die er hartnäckig verfolgte: die Suche nach einer Mineralquelle. Im Jahre 1970 nahm man Probebohrungen in Angriff, die aber keinen Erfolg brachten. Dann, bevor das kostspielige Unterfangen endgültig beendet wurde, traf die allerletzte Bohrung auf das erhoffte Mineralwasservorkommen. Mit viel Mut zum Risiko und der ihm eigenen Beharrlichkeit hatte Hermann Hövelmann sein Ziel erreicht. Das Unter­nehmen hatte Zugang zu natürlichem Mineralwasser und konnte damit in einem Getränkesegment aktiv werden, das sich in den folgenden Jah­ren als besonders wachstumsstark erweisen sollte. Zum unternehmeri­schen Weitblick kam hier das Glück des Tüchtigen. Als 1972 die erste Hövelmann Mineralwassermarke Rheinfels Quelle eingeführt wurde, trank jeder Bundesbürger 15,6 Liter Mineralwasser pro Jahr. Bis 2013 schnellte der Pro-Kopf-Verbrauchauf 140,2 Liter hoch.

Parallel mit dieser Entwicklung ist das Unternehmen zu seiner heutigen Bedeutung aufgestiegen. Der zweiten Mineralwassermarke Römerwall folgten zahlreiche weitere Eigenentwicklungen und Übernahmen wie zum Beispiel Burgwallbronn, Ardey und Mercator. Den steigenden Be­darf an qualitativ hochwertigem Mineralwasser deckten Anfang der 80er Jahre erschlossene Brunnen im heutigen Naturschutzgebiet Rheinaue. Die regionalen Mineralwassermarken, die überwiegend in umweltscho­nenden Mehrwegflaschen in NRW verkauft werden, ergänzte im Jahr 2011 die deutschlandweit vertriebene traditionsreiche Marke Staatl. Fachingen.

Eine andere nationale Marke gehört bereits seit 1994 zum Sortiment der Getränkegruppe. Hermann Hövelmann erfüllte sich damals mit dem Limonadenklassiker Sinalco einen lang gehegten Unternehmertraum.

Schon in den 50er Jahren, während er Rheinperle zum regionalen Platzhirsch aufbaute, bewunderte er die Marke mit dem Rotpunkt, die in ganz Deutschland als Synonym für Limonade galt und auch international erfolgreich war. Erreichbar war Sinalco für ihn zu dieser Zeit nicht. Aber, Jahrzehnte später, bot sich die Gelegenheit zur Übernahme, die Hermann Hövelmann nach langwierigen Verhandlungen schließlich nut­zen konnte. 1997 erwarb die Getränkegruppe Hövelmann die weltweiten Sinalco Markenrechte.

Heute ist die Getränkegruppe Hövelmann mit einem Jahresabsatz von 685 Mio. Liter die Nummer eins in NRW und einer der bedeutendsten Mine­ralbrunnenbetriebe in Deutschland. Neben dem inzwischen auf 220.000 Quadratmeter angewachsenen Duisburger Betrieb verfügt das Unter­nehmen über Produktionsstandorte in Dortmund und in Fachingen.

Auch ein zweites Geschäftsfeld, das schon seit der Firmengründung 1905 bearbeitet wird, wuchs unter Hermann Hövelmanns Regie zu einer bedeutenden Größe: die Getränkelogistik. In diesem Bereich ist das Unternehmen einer der führenden Dienst­leister in Deutschland. Die Bier-Hövelmann sorgt u. a. mit ihren Koope­rationspartnern aus dem Geträn­kefachgroßhandel für den sicheren Transport von mehr als  8,7 Mio. hl Getränken zwischen Industrie und Handel. Überwiegend handelt es sich dabei um Mehrwegprodukte sowie das entsprechende Leergut.

Mit ihren beiden wirtschaftlichen Standbeinen erreicht die Getränke­gruppe Hövelmann einen Gesamtumsatz von mehr als 700 Mio. Euro und beschäftigt 680 Mitarbeiter. Die meisten von ihnen kennt „Chef Hermann“, wie ihn die Altgedienten nennen, persönlich. Sie erleben ihn als bodenständig und kommunikativ. Ein freundlicher Mann, mit dem man in der Kantine gut über Fußball reden kann. Die Zufriedenheit der Belegschaft und die Sicherheit der Arbeitsplätze spielen traditionell eine wichtige Rolle bei geschäftlichen Entscheidungen. Denn Loyalität ist in dem Familienunternehmen keine Einbahnstraße.

Der achtzigjährige Firmenpatriarch ist nicht mehr an jedem Tag im Büro anzutreffen. Er genießt es, mehr Zeit mit seinen vier Enkelkindern ver­bringen zu können. Für Reisen mit seiner Frau, die Jagd und eine Rei­he von sportlichen Hobbys hat er jetzt ebenfalls mehr Muße.

So hat er pünktlich zum Achtzigsten alle Leistungen des Deutschen Sportabzeichens in Gold erbracht.

Dafür, dass das Tagesgeschäft reibungslos läuft, sorgen drei gesamtver­antwortliche Geschäftsführer der Getränkegruppe sowie Geschäftsfüh­rer und Geschäftsleiter der Tochter- und Schwesterunternehmen. Und auch die vierte Hövelmann Generation ist in leiten­den Positionen aktiv.

Trotzdem verliert Hermann Hövelmann sein Lebenswerk keineswegs aus den Augen. Er ist stets über alle wesentlichen Vorgänge informiert, nimmt an wichtigen Verhandlungen teil und unterstützt aktiv das Ma­nagement. Als gesuchter Berater bringt er seinen Weitblick und das Ge­spür für Menschen, Marken und Branchenentwicklungen ein. Bei Be­schlüssen von grundsätzlicher Bedeutung ist er bis ins Detail in die Ent­scheidungsfindung eingebunden.

Hermann Hövelmann gehört zu den profiliertesten Persönlichkeiten der deutschen Getränkebranche. Sowohl durch sein unternehmerisches Wirken als auch durch lei­tende Funktionen in Verbän­den und Gremien sowie wegen seines Engagements für Um­weltschutz, Soziales und Sport hat er sich hohen Respekt erworben. Seit 1988 ist er Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Hermann Hövelmann

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