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Neues Hochregallager im Bau

Getränkegruppe Hövelmann legt Grundstein für die Zukunft

 

Auf dem Betriebsgelände in Duisburg-Walsum entsteht das neue vollautomatische Hochregallager der Getränkegruppe Hövelmann. Eine der größten Investitionen in der 111-jährigen Unternehmens­geschichte, wie der geschäftsführende Gesellschafter, Hermann Hövelmann, bei der offiziellen Grundsteinlegung betonte. 

Nachdem die Bauarbeiten an der Römerstraße bereits seit einigen Wo­chen im Gang sind, wurde am 17. August nun feierlich der Grundstein gelegt. Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Medien nutzten den Termin, um sich vor Ort über den entstehenden Komplex aus Hochregallager und Nebengebäuden zu informieren. 

Oberbürgermeister Sören Link würdigte in seiner Ansprache die Tatsache, dass es der Getränkegruppe mit visionärem Mut und klugen unternehmerischen Entscheidungen gelungen sei, eine saubere Industrie ohne Umweltrisiken zu etablieren. „Wenn ein traditionsreiches Unternehmen unserer Stadt für sich, für seine Mitarbeiter und damit zugleich für unsere Stadt gute Zukunftsperspektiven schafft, dann sehe ich das als Duisburgs Oberbürgermeister natürlich sehr gerne“, sagte Link.

Das neue Hochregallager wird mit einer Grundfläche von ca. 7.200 Quadratmetern ungefähr so groß wie ein Fußballplatz. Es wird etwa 40 Meter hoch aufragen und in mehrstöckigen Regalkon­struktionen Platz für fast 53.000 Paletten bieten. 

Im Hochregallager sor­gen später 20 vollautomatische Regalbediengeräte für den reibungslo­sen Warenfluss. Insgesamt können so über 2 Millionen Getränkekästen eingelagert werden. Aneinandergereiht würden sie von Duisburg bis nach Wien reichen.

Eine Elektrohängebahn wird das Lager mit den Produktionshallen ver­binden, so dass die Fertigware direkt am Ende der Abfülllinien aufge­nommen und automatisch ohne Gabelstaplerverkehr eingelagert werden kann.

Im Gegenzug wird ein Teil des Leerguts über die Hängebahn aus dem Lager zur Produktion transportiert. Dies wird den Wirkungsgrad der Ab­fülllinien steigern, indem immer genau die Kästen und Flaschenformen ergänzend zur Verfügung gestellt werden, die für einen reibungslosen Ablauf notwendig sind. Zu viele Fremdkästen, die in der Anlage aussor­tiert werden müssen, senken nämlich die Leistung deutlich. Eine kleinere Halle neben dem Hochregallager wird dazu die­nen, das von den LKW abgeladene Leergut zu erfassen und sortiert in das Hochregallager einzubringen.

Ein weiterer kleinerer Baukörper wird die LKW-Seitenbeladung und Heckbeladung aufnehmen. Er wird über eine zweite Elektrohängebahn an das Hochregallager angeschlossen. Sie transportiert fertig kommissi­onierte Paletten an die jeweiligen Ausgabepunkte, wo sie von Gabel­staplern für die Seitenverladung oder von Versandbahnen für die Heck­verladung aufgenommen werden.

 

Eine leistungsfähige und umweltfreundliche Lösung

Aufgrund des stark reduzierten Staplereinsatzes und der Vermeidung von Wärmeverlusten aus den Produktionshallen durch das geschlos­sene automatische Transportsystem ergibt sich eine Energieeinsparung von 34 Prozent gegenüber der bisherigen Logistik. 

Hermann Hövelmann hob in seiner Ansprache zur Grundsteinlegung daher hervor, das Bauprojekt sei ganz im Sinne einer nachhaltigen Un­ternehmensführung: „Wir werden hier nicht nur eine deutlich leistungsfä­higere, sondern auch eine deutlich umweltfreundlichere Lösung am Standort Walsum bekommen. Wir investieren also in Effizienz und Nachhaltigkeit.“

Diese grundlegende und umfassende Modernisierung der internen Lo­gistik sei ein wichtiger Schritt zur Ausrichtung des Familienunterneh­mens auf die Zukunft. Besonders erfreulich nannte Hövelmann die Tat­sache, dass es gelungen sei, allen Mitarbeitern, deren Arbeitsplatz von der Neuorganisation betroffen ist, eine neue Perspektive u.a. in Form von Altersteilzeit und Weiterqualifikation innerhalb der Getränkegruppe zu geben. 

Im dritten Quartal 2017, nach knapp zweijähriger Bauzeit, soll das hochtechnisierte Lager in Betrieb gehen. Neben international tätigen Spezialisten sind auch Unternehmen aus der Region an der Fertigstel­lung beteiligt. So wurden die Firmen Hellmich und Langenfurth als leis­tungsfähige Anbieter vom Niederrhein mit den Hoch- und Tiefbauarbei­ten beauftragt. 

Mit einem Gesamtumfang von rund 40 Mio. Euro ist das Hochregallager eine der größten Investitionen in der bis ins Jahr 1905 zurückreichenden Geschichte des Walsumer Familienunternehmens. 

Die besondere Bedeutung des Projektes unterstrich Hermann Hövelmann mit der Aussage, „dass wir heute nicht nur den Grundstein für das automatische Hochregallager legen, sondern auch für die erfolg­reiche Zukunft der Getränkegruppe Hövelmann.“

 

Mit symbolischen Hammerschlägen<br />
legten die Familiengesellschafter<br />
der Getränkegruppe Hövelmann und ihre<br />
Gäste den Grundstein für das neue<br />
vollautomatische Hochregallager<br />
des Mineralbrunnenbetriebes (v.l.n.r.):<br />
Walter Hellmich, Generalunternehmer<br />
Hochbau, Heike Hövelmann, Heino<br />
Hövelmann, Hermann Hövelmann,<br />
Duisburgs OB Sören Link,<br />
Heidrun Hövelmann, Carsten Tum,<br />
Beigeordneter Leitung Stadtentwicklungs-<br />
dezernat Duisburg, Michael Mohr,<br />
Executive Vice President SSI Schäfer.

Mit symbolischen Hammerschlägen
legten die Familiengesellschafter
der Getränkegruppe Hövelmann und ihre
Gäste den Grundstein für das neue
vollautomatische Hochregallager
des Mineralbrunnenbetriebes (v.l.n.r.):
Walter Hellmich, Generalunternehmer
Hochbau, Heike Hövelmann, Heino
Hövelmann, Hermann Hövelmann,
Duisburgs OB Sören Link,
Heidrun Hövelmann, Carsten Tum,
Beigeordneter Leitung Stadtentwicklungs-
dezernat Duisburg, Michael Mohr,
Executive Vice President SSI Schäfer.